Teekunde

Für die Zubereitung des Zirans bringen Sie frisches kaltes Wasser zum Kochen (zum Kochen benutztes heißes Leitungswasser kann zur Trübung des Tees führen) und lassen es 2 bis 3 Minuten abkühlen, dann hat es eine Temperatur von ca. 85°C. Den Ruyi können Sie als Schwarztee direkt mit kochendem Wasser übergießen oder das Wasser nur kurz abkühlen lassen.

Wärmen Sie die Teetasse oder Teekanne mit etwas heißem Wasser vor, indem Sie diese kurz mit etwas heißem Wasser füllen und es dann wegschütten. Falls es mal schnell gehen muss, können Sie diesen Schritt auch überspringen.

Legen Sie den Pyramidenbeutel in die Tasse (bei einer Teekanne 2 Beutel) und gießen Sie das heiße Wasser auf. Nach 2-3 Minuten Ziehzeit ist der Tee fertig.



Halten Sie sich einfach an die goldenen 3  Ziran-Regeln :

3  Minuten das kochende Wasser abkühlen

3  Minuten Tee ziehen lassen, und bis zu

3  Aufgüsse genießen

 

Es gibt verschiedene Wege, hochwertigen Tee optimal zuzubereiten. Es gibt ein paar wichtige Regeln, die man beachten sollte, damit sich die volle Qualität eines Spitzentees ungetrübt entfalten kann. Darüber hinaus entwickelt jeder Genießer seine eigene Vorliebe. Die folgenden drei Videos zeigen Ihnen, wie man unseren Premium-Grüntee Ziran in einem Glas, in einer Teekanne und nach traditioneller Methode zubereiten kann.

Die unkomplizierte und schnelle Zubereitung von losem Ziran in einem Glas:

 


Die stilvolle Zubereitung des Ziran einer Teekanne:


Die Zubereitung von grünem Tee nach traditioneller chinesischer Methode:


Probieren Sie alle Varianten und finden Sie heraus, welche davon am besten zu Ihnen passt!


In einigen Ländern lässt man die Teeblätter auch einfach im Wasser, jedoch wird der Tee nach einiger Zeit etwas bitter. In jedem Fall kann man sowohl den Ziran als auch den Ruyi bis zu 3 Mal aufgießen. Sie werden Ihnen bei jedem Aufguss ein anderes feines Aroma schenken. Anfangs zart und frisch, dann aromatisch und süß.


Tee kann man nur trinken oder es zu einem Teil seiner Lebenseinstellung machen. So sagte zum Beispiel Zhuang Zi (369-286 v.Ch.), einer der Schöpfer des Taoismus: "Nur Dinge, die mit den Gesetzmäßigkeiten der Natur im Einklang stehen, sind wahrhaftig gut und schön." In China hat sich daraus eine regelrechte Teekunst entwickelt und hat hier eine immense Bedeutung in der Teekultur. Dazu gehören nicht nur die Art der Herstellung, die Wahl des Teegeschirrs und die Zubereitung des Tees sondern auch der Genuss. Der Teegelehrte Zhu Quan (1378-1448) soll zu Zeiten der Ming-Dynastie den Genuss des Tees einmal so beschrieben haben: "Eine wohlige Brise schlägt einem entgegen, man hat das Gefühl, als ob Himmel und Erde Heiterkeit atmen. Wenn man sieben Tassen getrunken hat, fühlt man sich wie beflügelt und schwebt leicht wie ein Engel im Himmel."

Tee wird in China zu vielen Gelegenheiten getrunken und es ist allgemein üblich, einem Gast Tee anzubieten. Tee soll Einklang und Frieden schaffen, so ist das Servieren von Tee ein Symbol von Wohlwollen und Freundschaft. Der Genuss von Tee schafft eine ruhige und harmonische Atmosphäre und sorgt für Momente der Entspannung.

Mit dem Ziran und dem Ruyi bekommen Sie zwei der erlesensten chinesischen Tees. Man kann sie zu jeder Gelegenheit trinken aber auch bewusst genießen, in Momenten der Stille sowie in Gemeinschaft.

Der Grüne Tee hat eine lange Geschichte, die einer Legende nach bis ins Jahr 2737 v.Chr. zurückgeht. Demnach beruht die Entdeckung des aromatischen heißen Getränkes wohl eher dem Zufall, denn sie besagt, dass sich ein großer chinesischer Kaiser namens Shen Nung eines Tages in der Nähe eines Teebaums aufhielt. Der Reinlichkeit wegen trank dieser sein Wasser nur abgekocht und so kam es, dass er sich eine Schale warmen Wassers bereithielt. Der Wind wehte und so landeten einige Teeblätter in die Schale des Kaisers. Neugierig von der Farbe und des Aromas seines Wassers probierte er davon und war vom Geschmack sehr angetan. Demnach wurde so der erste Tee getrunken. Eine schöne Legende, aber ob der erste Tee tatsächlich so getrunken wurde, lässt sich nur vermuten. Fakt jedoch ist, dass Tee in China seit über 2500 Jahren angebaut und kultiviert wird, denn es gab im Jahre 221v.Chr. eine Teesteuer. Damals wurde Tee fast nur als Heilmittel gegen allerlei Leiden verwendet. Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche versuchte man mit Grünem Tee zu lindern.








Später zur Tang-Dynastie (618-907) gelangte der Tee an den Kaiserhof und wurde dort als Genussmittel getrunken. Ebenso entdeckten buddhistische Mönche den Tee als belebende Erfrischung, da die ausgiebigen Meditationen sie oft ermüdeten. Schon bald fingen sie an, Tee in den Klöstergärten selbst anzubauen. In dieser Zeit, genauer im Jahr 760, wurde das weltweit erste Buch über Tee "Buch vom Tee" von Lu Yu geschrieben. Hier werden, angefangen von der Herstellung, Zubereitung bis hin zu Anbaugebieten von Spitzentees nahezu alle Bereiche des Tees abgehandelt. Lu Yu hatte sich damals zu Recht den Beinamen  "Gott des Tees" verdient. In dieser Zeit gelangte der Tee dann durch Export auch erstmalig in andere Länder wie Japan und Korea. Lange Zeit war der Teegenuss nur dem kaiserlichen Hof vorbehalten, doch mit einer zunehmenden Verbreitung einer Oberschicht gelangte die Teekultur auch ins Volk. Inzwischen gab es etliche Arten der Verarbeitung und der Zubereitung von Grünem Tee. Er wurde zu kleinen Ziegeln gepresst, von denen man dann etwas abhobelte oder der Tee wurde verpulvert und dann mit Hilfe eines kleinen Bambusbesens im warmen Wasser aufgeschäumt. Zu Zeiten der Yuan Dynastie (1279-1368) war der Teegenuss dann unter der gesamten Bevölkerung verbreitet. Dort besann man sich wieder auf den ursprünglichen Genuss, Teeblätter mit heißem Wasser zu übergießen. Diese Form ist im heutigen China noch immer die beliebteste Art der Zubereitung. Selbst Lu Yu war zu seiner Zeit überzeugt, dass man Grünen Tee am besten pur genießen sollte.

Erst 1610 kam der Tee nach Europa. Holländer importierten ihn auf dem Seeweg. Von hier aus verbreitete sich der Handel und Konsum rasch nach Deutschland und Frankreich. Fast 60 Jahre später stiegen auch die Engländer ins Teegeschäft ein und ließen Tee in ihren Kolonien anbauen. Durch die Entdeckung der Fermentierung von Tee entstand der Schwarze Tee, welcher sich bis heute in Europa als die beliebteste Teeart durchsetzte. Jedoch gewinnt Grüner Tee immer mehr Anhänger. Durch die Vielzahl an gesundheitsfördernden Wirkstoffen, den belebenden Effekt sowie das zart frische Aroma erfreut sich der Grüne Tee großer und stetig wachsender Beliebtheit.



Gui heißt übersetzt „teuer“, „kostbar“; zhou bedeutet „Präfektur“. Guizhou ist eine Provinz im Südwesten Chinas, etwa halb so groß wie die Bundesrepublik Deutschland.  Hohe Berge und tiefe Täler bestimmen einen Großteil der Landschaft. Das milde und feuchte Klima führte zur Entstehung großer Waldgebiete und begünstigte die Entwicklung der Landwirtschaft. In vielen Gebieten besteht der Boden aus Kalkstein, der durch die reichlichen Niederschläge zersetzt wird. Dadurch hat sich hier eine einzigartige, teilweise bizarre Landschaft von atemberaubender Schönheit gebildet. Guizhou ist eine multinationale Provinz mit einem hohem Anteil ethnischer Minderheiten. Diese werden anerkannt, gefördert und prägen das Gesamtbild der Provinz auf eine besondere Art und Weise.

Man findet hier gut erhaltene traditionelle Dörfer, buntes Markttreiben und Menschen in farbenfrohen Trachten. In den entlegenen Berggebieten leben sogar Pandabären und sehr seltene Affenarten, die natürlich ein streng geschütztes Leben geniessen dürfen. Durch diese Vielfalt an Natur und Kultur wird die Provinz auch gerne als "Farbiges Guizhou" bezeichnet.

Die bergigen Hochlagen, das subtropische Klima und die wenigen Sonnentage bieten dem Teeanbau optimale Bedingungen. Grüner und schwarzer Tee aus dieser Gegend ist etwas ganz Besonderes und bisher kaum auf dem deutschen Markt erhältlich. Die hier heranwachsenden Teeblätter haben eine kräftige grüne Farbe, einen hohen Koffeingehalt aber wenig Gerbstoffe. Das macht den Ziran und den Ruyi besonders erfrischend und außergewöhnlich mild im Geschmack. Ein Tee, der jeden Geniesser auf eine Reise entführt. Eine Reise in die Natur, zur Tradition, zum Ursprung.

Antioxdanten - Grüner Tee enthält viele natürliche Antioxidanten die freie Radikale abwehren und für den Schutz der Zelle sorgen.

Ätherische Öle - Flüchtige, ölige Extrakte, die z. B. dem Grünen Tee das typische Aroma geben.

Bestandteile - Wichtige Bestandteile in Grünem Tee sind Koffein und Gerbstoffe. Sie sorgen für die erfrischende, belebende Wirkung.

Blatt-Tee - Tee, bei dem das ganze Blatt verwendet und nicht gebrochen wird.

Fermentation - Durch das Brechen der Blattstruktur treten Pflanzensäfte aus, die mit der Luft oxidieren. Dies ist bei der Herstellung von Schwarzem Tee sehr wichtig. Bei der Herstellung von Grünem Tee wird die Fermentation jedoch gestoppt.

First Flush - Die erste Ernte der Teeblätter im Frühjahr. Tee dieser Ernte ist qualitativ sehr hochwertig. Die Blätter sind besonders zart und geben ein feineres Aroma.

Gerbstoffe - In Grünem Tee sind mehr Gerbstoffe (Tannine) enthalten als im Schwarzen Tee. Sie wirken entzündungshemmend und haben eine beruhigende Wirkung auf die Schleimhäute.

Grüner Tee - Grüner Tee wird im Gegensatz zu Schwarzem Tee nicht fermentiert. Somit bleiben nahezu alle natürlichen Wirk- und Geschmacksstoffe erhalten.Inhaltsstoffe - Grüner Tee ist reich an: Katechin, Zink, Selen, Kalium, Calcium, Vitamin A und B, Magnesium und Carotinen.

Koffein - Ein wichtiger Bestandteil von Grünem Tee ist das Koffein (bei Tee auch Teein genannt). Es wirkt anregend auf Herz und Kreislauf. Die belebende Wirkung von Koffein im Tee ist sanfter und gesünder als im Kaffee. Sie setzt etwas später ein, hält dafür aber viel länger an.

Lagerung - Grüner Tee sollte trocken, dunkel und kühl aufbewahrt werden, möglichst nicht in der Nähe von stark aromatischen Lebensmitteln wie z. B. Gewürzen, da das eigene Aroma des Tees beeinträchtigt werden kann.

Organic Tea - Das ist die englische Bezeichnung für Bio-Tee.

Polyphenole - Im Tee werden sie als Flavonoide bezeichnet und haben eine Vielzahl an gesundheitsfördernden Wirkungsweisen. Sie sollen entzündungshemmend wirken sowie die Körperzellen vor freien Radikalen schützen.

Pyramidenbeutel - Ein Teebeutel, der ganzen Teeblättern genug Raum gibt sich komplett zu entfalten. Auf diese Weise kann man hochwertigen Grünen Tee mit den Vorteilen des Teebeutels genießen.

Second Flush - Die zweite Ernte im Jahr. Sie findet in China in der Zeit zwischen Juni und August statt.

Teepflanze - Camellia Sinensis var. sinensis wurde in China erstmalig als Teepflanze kultiviert. Camellia Sinensis var. assamica wurde hauptsächlich in Indien und Sri Lanka angebaut. Inzwischen hat man jedoch beide ursprünglichen Sorten gekreuzt und Hybriden herangezüchtet.

Vitamine - Im Grünen Tee sind zahlreiche Vitamine enthalten, so z.B. Vitamin A und B.

Ziran - Das chinesische Wort für Natur. Im übertragenen Sinne steht es auch für Natürlichkeit, Spontaneität und Wandlungsfähigkeit.